Mit Mundart-Texten, Gebeten und Liedern
200 Gäste bei „Plattdütske Vesper“ in Oberlangen
platdtske-Vesper

Ein großer Erfolg war die „Plattdütske Vesper“, die (v.l.) Diakon Ulrich Strätker und Pfarrer Walter Albers zelebrierten.  Rechts im Bild zwei Messdiener der St. Laurentius-Kirchengemeinde Ober-/Niederlangen.

asc Oberlangen. Die Heimatvereine Niederlangen und Oberlangen haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Use moje Platt“ des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling eine „Plattdütske Vesper“ veranstaltet. Mehr als 200 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

 

 Die „Plattdütske Vesper“ begann mit einer plattdeutschen Andacht auf „Jänens Hof“ – Heimathaus Oberlangen. Pfarrer Walter Albers aus Jever und Diakon Ulrich Strätker aus Niederlangen haben die Mundart-Texte, Gebete und Lieder für die Andacht vorbereitet und gehalten. In der Predigt ging Pfarrer Walter Albers auf „tou Hus“ (zu Hause) ein. „Wir fühlen uns unter anderem dort zu Hause, wo wir uns sicher fühlen, wohlfühlen und auskennen.“, sagte Albers. Der Pfarrer erzählte, dass plattdeutsch die erste Sprache war, die er gelernt habe. Aus diesem Grund freut er sich sehr über die Veranstaltungsreihe „Use moje Platt“ des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling. Den Schatz der plattdeutschen Sprache sollte bewahrt werden, so Pfarrer Walter Albers.„Heimat ist da, wo wir uns zu Hause fühlen“, betonte Diakon Ulrich Strätker bei den Fürbitten. „Zum Öffnen von Türen“ und als Erinnerung an diese Andacht erhielt jeder symbolisch einen Schlüssel.

Kirchenchor singt plattdeutsche Kirchenlieder
Die Andacht wurde vom Kirchenchor St. Laurentius Ober-/Niederlangen unter der Leitung von Wilfried Hagemann mit plattdeutschen Kirchenliedern begleitet. Gemeinsam sprachen die anwesenden Gäste das „Vater unser“ in plattdeutsch „Use Vaader“.

Pfarrer Walter Albers ist eigentlich Pfarrer der Gemeinden Jever, Schortens und Wangerland. Er ist in Niederlangen geboren und aufgewachsen. Im Jahre 1987 war er zum Priester geweiht worden.

Im Anschluss an die plattdeutsche Andacht servierten die Heimatvereine Kaffee, Tee, selbstgebackenen Kuchen und Schnittchen mit frisch gebackenem Brot. Das leckere Essen, die rustikale Umgebung und die gute Stimmung luden die Besucher zum „Plattproten“ (plattdeutsch sprechen) und verweilen im Heimathaus Oberlangen ein. Dabei erzählte Heinz Wahoff, Vorsitzender des Heimatvereins Oberlangen, den Gästen ein paar lustige „Dönkes“ aus seiner Kinder- und Jugendzeit.

Nächster Termin am 4. September in Sögel
Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Plattdeutschen Jahres 2016 findet am Sonntag, 4. September 2016, um 14.30 Uhr, in Sögel statt. Der Heimatverein Sögel veranstaltet einen Plattdeutschen Nachmittag im Heimathaus zum Thema „Ut de olde Tied“ mit Hümmlinger und Sögeler Originalen.

 

Aus NOZ vom 09.08.2016 Text und Foto: Andrea Schmees