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Oberlangen. Ein vierstündiges Programm hatte das 970-Seelen-Dorf Oberlangen für die Jury des europäischen Dorferneuerungswettbewerbs „Besser leben“ vorbereitet.
Erläuterungen zum Bauerngarten gaben Maria Lüken und Gabi Robin (rechts). Fotos: S. Risius-HartwigErläuterungen zum Bauerngarten gaben Maria Lüken und Gabi Robin (rechts). Fotos: S. Risius-Hartwig

Die Bewertungskommission erhielt im Heimathaus grundlegende Informationen von Bürgermeister Georg Raming-Freesen, Karl-Heinz Weber, Heinrich Rohjans und Hans Albers, bevor ein Rundgang durch Bauerngarten und Jänen Hof und eine Busfahrt durch Oberlangen begann. 

 

Dort präsentierten sich die örtlichen Gruppen und Vereine, sichtlich stolz mit zahlreichen „Goldschals“. Diese erinnern daran, das mit dem Sieg beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für die Gemeinde Oberlangen in diesem Jahr schon einmal ein Traum in Erfüllung gegangen ist

Dem Wunsch der Jury, möglichst viele Akteure kennenzulernen, wurde entsprochen und so führten immer andere Bürger die Gruppe an. Gabi Robin und Maria Lüken erläuterten beispielsweise den Bauerngarten, Ines Pieper die Schule, Frank Hölscher die Pflege und Bedeutung des Kriegerehrenmals.

Die Dorfgemeinschaft Oberlangen fühle sich durch die langjährige Erfahrung mit der Dorferneuerung und der Teilnahme am niedersächsischen Pilotprojekt Dorfgespräch gestärkt und gehe zuversichtlich der neuen Herausforderung auf europäischere Ebene entgegen, so Raming-Freesen. Bereits im Vorfeld war angekündigt worden, dass die Kommission keine Aussagen über den Wettbewerbs-Ausgang, eine Einstufung des Ortes oder Ähnliches äußern würden. Und so stellte die Jurorin Marija Markes aus Slowenien auch nur kurz sich und ihre Kollegen Arno Frising aus Luxemburg und Nikolaus Juen aus Österreich vor und sagte, sie freue sich auf die Präsentation.

Die Jury bereist 29 Dörfer in 12 verschiedenen Staaten, um sie einem „Realitätscheck“ zu unterziehen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Dörfer und Landgemeinden in ihrem Engagement zu bestätigen und den Erfahrungsaustausch mit anderen ländlichen Gemeinwesen in Europa zu fördern. Dabei soll die Bedeutung der ländlichen Regionen der europäischen Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.

.Als Dankeschön für die Unterstützung waren alle Oberlangener von der Gemeinde zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Damit feierte man den Leitgedanken des Wettbewerbs, der – so die Ausschreibung – keine Verlierer kennt.

Die Entscheidung wird Ende Juni in München gefällt.Die Preisverleihung erfolgt am 12. September in Vals in der Schweiz, der Siegergemeinde des Wettbewerbs 2012